Projektwettbewerb Entenbad

Die Jury hat am 16. September 2016 aus acht Wettbewerbsbeiträgen das Projekt "Carl" von Peter Märkli zum Sieger bestimmt.

Situation
Situation

Verfasser

Architektur:

Studio Märkli (Peter Märkli, Fabian Kopp, Johanna Roth, Steve Roth)

Landschaftsarchitektur:

Studio Vulkan (Robin Winogrond, Raphael Kleindienst)

Bauingenieur:
Büro Thomas Boyle + Partner A (Robin Klöden

Energie- und Gebäudetechnik:

Keoto AG (Frank Thesseling)

 

 

Projektbeschrieb (Auszüge aus dem Jurybericht)

Städtebau, Architektur, Aussenraum

Perspektive
Perspektive

Die Verfasser beschreiben ihr Projekt als ein Vorstadt-Haus. Ein Sockel bildet eine kräftige Basis und verortet das Haus in der Vorstadt. Über dem Sockel erheben sich zwei ineinander verschränkte sechsgeschossige Quader, welche parallel zur Asylstrasse und leicht abgedreht zur Schöneggstrasse ausgerichtet sind. Sockel und Aufbauten bilden eine stattliche Kubatur, die den offenen Stadtraum zentriert und als Anker für de nüchternen Bauten n der Nachbarschaft wirkt. Mit der strassenseitigen Verandaschicht und dem hofseitigen Laubengang erhalten die Längsfassaden eine räumliche Tiefe, die dem grossen Baukörper eine lebendige Porosität verleihen. Mt der selbstbewussten Setzung des Neubaus wird die vorstädtische Situation geklärt, indem der Stadtrand deutlich markiert und somit ein städtebaulicher Akzent geschaffen wird.

 

Erdgeschoss
Erdgeschoss

Der schöne Baumbestand des Entenbades wird grundsätzlich erhalten. Zu diesem Zweck wird die Tiefgarage unter dem Wohnhaus platziert und der Aushub und Eingriff in die beste­hende Bepflanzung auf ein Minimum beschränkt. Die Stützen der Garage reichen über alle Geschosse und bestimmen die Tragstruktur des Hauses. Konsequent werden die üblicher­weise im Untergeschoss angeordneten Technik- und Keller räume in das Erdgeschoss verlegt. Das Erdgeschoss springt auf allen Gebäudeseiten vor und bildet einen Sockel für das neue Haus in der Vorstadt. Ausser den Nebenräumen sind hier Gewerberäume, die Geschäftsstelle der Genossenschaft, der Gemeinschaftsraum und ein Waschsalon untergebracht.

 

Wohnqualität, Gebrauchswert

Obergeschoss
Obergeschoss

Alle Wohnungen sind zweiseitig auf die Strassen- und Gartenseite orientiert. Die Wohnungseingänge erhalten durch Nischen einen angemessen privaten Charakter. Eine grosse, flexibel nutzbare Wohnhalle bildet den Kern jeder Wohnung. Auf der Südseite wird die Halle mit grossen Verglasungen an die Ver­anda angebunden. Auf der Nordseite ist die Halle mit einem höher gelegten Fenster auf den Laubengang und den Gartenhof orientiert. Natürlich belichtete Bäder und Abstellräume bilden eine attraktive Nebenraumschicht. Dank der einfachen Grund­struktur des Gebäudes bleibt die Flexibilität auch in Zukunft gewährleistet.

 

Nachhaltigkeit, Wirtschaftlichkeit

Der Projektvorschlag vermag einen wesentlichen Beitrag an das ressourcen- und klimaschonende Bauen im Sinne der 2000-Watt- Gesellschaft zu leisten. Es kann davon ausgegangen werden, dass die Ziele nach dem SIA-Effzienzpfad Energie zu erreichen sind. Positiv zu erwähnen sind die klaren Strukturen, die gute Kompaktheit sowie das gute Verhältnis von Energie-zu Geschossfläche. Mit dieser Basis lässt sich der sehr hohe, ressourcenintensive Fensterflächenanteil kompensieren.

 

Gesamteindruck

Das rundum durchdachte Konzept mit der kompakten Tiefgarage, der über alle Geschosse durchgehenden Tragstruktur und der einfachen Anlage des Dachgeschosses zeichnet die grosse Qualität dieses Entwurfs aus. Die städtebaulich radikale Setzung überzeugt genauso sowie der Grundsatz, ein Minimum an Nutzungen in das bauliche «Unterbewusstsein» im Untergeschoss zu verdrängen. Die Entwurfsschritte wurden erstaunlich elegant abgeleitet und ein erfrischendes Wohnhaus wird entwickelt. Schnörkellose Wohnungen mit robusten Räumen für ein breites Zielpublikum können in Zukunft angeboten werden.

 

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Jurybericht
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Studienwettbewerb für Entenbad

Die Generalversammlung vom 8. Mai 2015 hat einen Kredit von 400'000 Franken für einen Studienwettbewerb über das Gebiet Schöneggstrasse 29, Asylstrasse 8 und 14 (Entenbad) bewilligt. Mit der Vorbereitung und Durchführung wurde das Büro Planpartner AG beauftragt.



Senkung des Referenzzinses

Die Senkung des Referenzzinses von 1.75% auf 1.5% wurde mit einer Mietzinssenkung an die Mieterinnen und Mieter weitergegeben. Ausgenommen waren Liegenschaften, bei denen der Mietzins aufgrund früherer Entscheide nicht kostendeckend war, indexierte Mietverträge mit fester Dauer und subventionierte Wohnungen, bei denen das Amt für Wohnbauförderung den Mietzins festlegt.